Ein Gedanke zu “Feinde

  1. Die dem Plot unterworfene psychologisierte Filmfigur ist ein holzschnittartiges Konstrukt, aus durchschnittlichen Erfahrungswerten enstanden, so wie sie in der Normalphantasie der DrehbuchautorInnen im Umgang mit ihresgleichen ihren Niederschlag gefunden haben. – Dass dies die Poetologie, die Darstellung des Wirklichen auf dem Feld der Kunst, unbefriedigt lässt, ist verständlich. Letztere kommt viel mehr in den Einflüssen und Vorgängen zum Ausdruck, die um die Personen und zwischen ihnen wehen, als dies in ihrem gutbürgerlich erklärten Verhalten und ihren Dialogen (wozu auch „durchgeknallte Psychopathen“ – ein besonders beliebtes Figurenraster – gehören) der Fall sein kann. Es sei denn, Gesten und Worte nehmen etwas von dem Umkreiswirken in sich auf.

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