Bigger than Life – Rezension Berliner Zeitung

Bigger than life_Rezension_Berliner Zeitung_170412.jpgBerliner Zeitung vom 12.04.2017

Eine gute Geschichte
Und er weiß, wie man sie aufschreibt: Der Drehbuch-Lehrer Wolf Otto Pfeiffer hat seine Poetologie des Films veröffentlicht

Seit 1999 bildet Wolf Otto Pfeiffer in seiner privaten Drehbuchschule in Berlin Autoren aus – und wer das einmal erlebt hat, wird es nicht vergessen: Da unterrichtet kein ätherischer Feingeist, sondern ein durchaus vierschrötiger Mann – aber was er sagt, vermag in alle Köpfe Licht zu bringen, gerade auch in jene, die sich auf ihre cineastischen Kenntnisse etwas einbilden. Plötzlich bemerken sie, dass sie eigentlich nichts begriffen hatten, dass sie sich an Schnickschnack geweidet haben, dass die eigentlichen Geheimnisse tiefer liegen, aber zugleich so einfach sind, dass man sie sofort begreift. Was noch nicht heißt, dass sie einfach zu beherzigen wären. Am Ende macht die Kunst eben doch viel Arbeit, aber nun lohnt sie sich wenigstens.

Pfeiffers Lektionen haben ihren Preis; es sind keine Wochenendseninare für knapp 100 Euro, deren Weisheit sich darin erschöpft, dass ein Film einen Konflikt braucht, den man sich alsdann aus den Fingern zu saugen hat. Bei Pfeiffer dauert ein  Kurs so lange wie eine Schwangerschaft, aber am Ende hat man unter seiner Betreuung auch ein Drehbuch geschrieben.

Wer überlegt, ob ihm eine fundierte #Ausbildung das Geld wert ist, der hat noch bis Ende April Gelegenheit, sich Pfeiffers erstes Traktat über die Prinzipien seiner Filmästhetik kostenlos downzuloaden. Nach der Lektüre von „Bigger than life – Grundzüge einer Poetologie des Films“ ist man zwar kein Autor, aber man kann anhand dieser Schrift das Wesen der Filmkunst begreifen.

Das Wesen? Wer spricht denn noch vom Wesen? Gerade der deutsche Film gefällt sich bei seinen berühmtesten Vertretern in schrankenloser Individualität. Die lange nicht mehr so genannte „Berliner Schule“ pflegt ein filmhistorisch informiertes Regiekunsthandwerk, und wenn jeder dritte Satz des DVD-Audiokommentars mit dem Satz beginnt: „Ich mag Filme, in denen dies und das so und so gezeigt wird“, um damit irgendeine Hitchcock-, Truffaut- oder Käutner-Anspielung zu erklären, dann wird einem klar: Das Wesen des Films spielt hier keine Rolle mehr.

Pfeiffer aber glaubt an dieses Wesen; er spricht emphatisch vom „FILM“, der es sich zur Aufgabe macht, „magische Geschichten“ zu erzählen, in denen dem Zuschauer „eine Idee zur Erfahrung gebracht“ wird, während der „film“ nur Begebenheiten nacherzählt, deren Ende einem egal ist, weil es keinen Sinn abwirft. Was eine Geschichte ist, davon hat Pfeiffer sehr genaue Vorstellungen, und allein diese Genauigkeit ist schon ein Gewinn, weil die Begriffe Stoff, Handlung, Plot, Thema und Geschichte bei Pfeiffer erstmals trennscharf und theoretisch schlüssig differenziert und damit für die Arbeit des Autors überhaupt erst fruchtbar werden.

Pfeiffer selbst, 1953 geboren, hat als Produzent, Autor, Regisseur und Mentor zahllose Filme betreut; zwei Filme haben es zu Oscar-Nominierungen gebracht, 1992 „Children of Nature“ und 2015 „Eine gute Geschichte“. Seine ganze Arbeit gilt einer neuen Blüte des deutschen Films, die ihm auch „Toni Erdmann“ nicht herbeigezaubert hat, weil er „grundlegende poetologische Prinzipien“ nicht beachtet sieht. Geht man in die strenge Schule seiner „Poetologie“ – mit diesem Begriff grenzt sich Pfeiffer gegen die in seinen Augen unergiebige „Dramaturgie“ ab –, vermag man an deutschen Filmen kaum noch Gefallen zu finden.

Seine Schrift ersetzt nicht seinen lebendigen Vortrag, die Leidenschaft seines Engagements. Dennoch ist sie zu empfehlen, nicht nur jenen, die schnell ein Drehbuch verkaufen wollen, sondern allen, die sich für Film interessieren. Pfeiffer macht die Kriterien für gute Filme, die jeder in sich trägt, bewusst und erzieht auch den Zuschauer zur Mündigkeit.

– Peter Uehling

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Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme

Berliner Zeitung vom 10.10.2016
Autor: Peter Uehling

„Es soll sich etwas ändern am deutschen Film – denkt, sagt und lehrt Wolf Otto Pfeiffer, Autor, Regisseur, Produzent, Drehbuchlehrer, Filmförderer. Pfeiffer hat mit den Filmpreisträgern Andreas Dresen und Romuald Karmakar zusammengearbeitet, zwei Filme, an denen er maßgeblich beteiligt war, erhielten Oscar-Nominierungen. Seit er in den 90er Jahren in Afrika im Auftrag der UNESCO geholfen hat, die Filmindustrie aufzubauen, befasst sich Pfeiffer mit der Frage des guten dramatischen Erzählens – und ist dabei zu Ergebnissen gekommen, die in seinen Seminaren und Kursen zum Drehbuchschreiben auch Absolventen von Filmstudiengängen und selbst gestandenen Filmprofis immer wieder entscheidende Aha-Erlebnisse bescheren.

Aber was ist denn so schlimm am deutschen Film? Aktuell scheint es doch gut zu laufen: Nicht weniger als 37 Millionen von knapp 140 Millionen Kinobesuchern in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr für einen deutschen Film entschieden. So jubelte im Frühjahr die Filmförderanstalt – und muss gleich einräumen, dass es ohne „Fack ju Goehte 2“ unter 30 Millionen wären. Liest man die Statistik weiter, wären es ohne Til Schweigers „Honig im Kopf“ bereits nur noch 23 Millionen, und ohne Matthias Schweighöfers „Der Nanny“, Bully Herbigs „Traumfrauen“ und ohne die Bestseller-Verfilmung „Er ist wieder da“ landen wir bereits deutlich unter 20 Millionen. Mit 2,7 Millionen Zuschauern schlägt der letzte Teil der „Tribute von Panem“ zu Buche, der als „deutscher Film“ gezählt wird, weil er teilweise im Studio Babelsberg und an deutschen Schauplätzen gedreht wurde. Den Rest teilen sich größtenteils Filme wie „Bibi und Tina“ oder „Der kleine Drache Kokosnuss“: Unter den 10 bis 19jährigen ist der größte Zuschauerzuwachs zu verzeichnen.

Aber waren wir nicht dieses Jahr wieder in Cannes vertreten? Indem Maren Ade von der Kritik zur „Retterin des deutschen Films“ hochgeschrieben wurde, gingen immerhin eine halbe Million Menschen in ihren Film „Toni Erdmann“, während andere, ebenfalls hochgelobte Filme wie Nicolette Krebitz’ „Wild“ nicht einmal 30 000 Menschen ins Kino lockten.

Pfeiffers Kritik am deutschen Film richtet sich nicht primär gegen seinen kommerziellen Misserfolg, sobald er die Gefilde der Komödie verlässt. Er ist davon überzeugt, dass dieser Misserfolg mit künstlerischen Mängeln zusammenhängt: Mit der Unfähigkeit zu erzählen. Der deutsche Film sei in der Regel Nacherzählung, nicht Gestaltung einer Geschichte. Er hinterlasse im Zuschauer eine Folge bunter Bilder, aber keine Idee. Das Wesentliche am Film sei aber nicht das Sichtbare, sondern was im Zuschauer übrig bleibt, nachdem der Film vorbei ist – mit einem Wort: das Geistige. Deswegen hat Pfeiffer das von ihm gegründete „Zentrum zur Förderung des Geistigen im Film“ kurz „FILMGEIST“ genannt. Um sein Anliegen zu unterstützen, wurde vor einem knappen Jahr der „FILMGEIST Freundeskreis e.V.“ gegründet, und beide Körperschaften unterstreichen ihr Anliegen, indem sie Preise verleihen: Den FILMGEIST-Ehrenpreis für besondere Verdienste um die Förderung des Geistigen im Film haben die Schauspielerin Katrin Sass sowie die Filmhistoriker Erika und Ulrich Gregor erhalten. Der in diesem Jahr erstmals verliehene Deutsche FILMGEIST-Preis, demonstrativ einen Tag vor Vergabe der Deutschen Filmpreise verliehen, ging an die Filmemacher Roland Steckel, Max Hopp, Klaus Weingarten und Jan Korthäuer für ihren Film „Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme“. Das ist eindeutig kein Film für die Masse, aber, wie Pfeiffer versichert, ein Film für die Ewigkeit. Heute zeigt der FILMGEIST-Freundeskreis den Film im „Babylon“ und lädt zum Gespräch mit den Filmemachern ein.

Jacob Böhme war ein Schuster aus Görlitz, der von mystischen Visionen heimgesucht wurde und sie auf Tausenden von Seiten zu Papier brachte. Zu Lebzeiten wurde er von der Kirche als Ketzer ausgeschlossen, die Frühromantiker begriffen ihn als ihren hellsichtigen Vorläufer. Die Lesung aus Böhmes Schriften bildet das Rückgrat des Films. Die Worte über den Menschen oder Gott in der Natur erschließen sich auch bei konzentriertem Zuhören nur bedingt: Zu fremd ist der Blickwinkel, zu fremd die Gestimmtheit, aus der Böhme spricht. Mit seinen Bildern jedoch vermag der Film zu helfen, in die Stimmung zu kommen, in denen Böhmes Worte im Hörer aufgehen. Die Kamera zeigt etwa einen von immer wieder anderen Seiten beleuchteten Kopf, streift durch die Natur, verharrt in der Betrachtung eines Sonnenaufgangs, lässt die Böhme-Figur in einer Schreibkammer erscheinen und verschwinden. Indem sie nicht illustrieren, schicken die Bilder den Betrachter auf die Suche nach einem Zusammenhang zwischen ihnen und dem Text – und zwingen ihn damit zu einer ganz eigenen, träumenden Aufmerksamkeit.

Nein, eine „Geschichte erzählen“, das, was Pfeiffer in seinen vielen Seminaren als wirksamstes Mittel zur Darstellung einer Idee vermittelt, das will „Morgenröte im Aufgang“ nicht. Der Film gleiche vielmehr einer musikalischen Komposition, sagt Pfeiffer, er bestehe im durchdachten Zusammenspiel von Sprache, Bild, Ton und Stille, das den Zuschauer dennoch zu einem Erlebnis führe: Wenn er sich zu öffnen vermag, hat er am Ende eine mystische Erfahrung gemacht – oder zumindest eine Ahnung empfangen. Der Film mag in seiner Form – weder Dokumentar- noch Spielfilm – experimentell sein, aber er hat für sein Thema eine ideale Umsetzung gefunden, was ihm klassischen Rang verleiht.

Geradezu idealtypisch zeigt „Morgenröte im Aufgang“, worum es Pfeiffer mit FILMGEIST geht: Die Hauptarbeit lag hier nicht in der Herstellung dessen, was sichtbar wird, sondern in der jahrzehntelangen Beschäftigung Roland Steckels mit den Schriften Böhmes: Er hat sein Thema durchdrungen und vermag es nun in einer eigenen, vorbildlosen Form dem Zuschauer darzustellen. Und von der Form, nicht von gesellschaftsrelevanten Stoffen und durchpsychologisierten Dramaturgien, gehen geistige Impulse für den Film aus.

Heute 19:30 im Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 9 Euro-“


Primitivsyntax

„Die Konzeption von Filmen geschieht in Gedanken, und soweit Gedanken nicht ohnehin schon den Kategorien von Sprache folgen, findet ihre erste Entäußerung unvermeidlicherweise sprachlich statt, (…) Das entsetzlich Schwierige beim Drehbuchschreiben besteht nun darin, dass man, weil schreibend, zwar unweigerlich von der immanenten Logik der Sprache, ihrer natürlichen Selbstverständlichkeit und einer sich dadurch ergebenden ,allmählichen Verfertigung der Gedanken‘ geleitet wird, dass sich diese Gedankenverfertigung aber in den meisten Fällen als viel zu komplex und untauglich im Sinne der armseligen Filmsprache erweist und man gezwungen ist, unter Aufbietung aller Geisteskräfte eine Art intellektuellen Regressions- und Reduktionsprozess herbeizuführen, um (…) den angemessenen Ausdruck in der Primitivsyntax des Films zu finden.(…) Das bedeutet keineswegs, dass Film ein künstlerisch minderwertiges Ausdrucksmittel sei, und noch weniger bedeutet es, dass man sich erlauben könnte, selber dumm zu sein, um einen Film zu konzipieren. Im Gegenteil, man muss gescheit sein, so gescheit und intelligent und raffiniert wie nur irgend möglich, um in der dummen und dabei so unvergleichlich einleuchtenden Sprache des Films eine Geschichte erzählen zu können. Der Mensch ist ein Wortwesen.(…) Für Bilder besitzt er nur ein rezeptives, kein produktives Organ, und für eine so komplizierte Angelegenheit wie das Erzählen einer Geschichte in der Sprache der Bilder ist sein Gehirn einfach nicht simpel genug strukturiert.“

– Patrick Süskind, 1997 im SPIEGEL, über das Drehbuchschreiben.

Gedanken zur Filmkunst

Aus der Dankesrede von Klaus Weingarten zur Verleihung des Deutschen FILMGEIST Preis durch den FILMGEIST Freundeskreis e.V. an seinen Film MORGENRÖTE IM AUFGANG – HOMMAGE A JACOB BÖHME am 26. Mai 2016:

„Vielen Menschen offenbart sich die Tiefe ihres Menschseins erst im Leid.
‚Das schnellste Pferd, das euch zur Vollkommenheit trägt, ist Leiden, denn es geniesst niemand mehr der ewigen Seligkeit, als wer mit Christus in der größten Bitternis steht‘, schrieb Meister Eckhart.

Die abendländische Kultur scheint trotz der Frohen Botschaft von dieser deprimierenden Erkenntnis tief geprägt; wir scheinen verlernt zu haben, die Tiefe unseres Seins auch in der Freude erleben zu können – oder wir begnügen uns dabei schon mit dem Wenigen, was die Oberfläche hergibt.

Die großen Filme unserer Zeit bilden die tragische Verfassung des heutigen Menschen sehr genau ab, decken Unmenschliches auf und stellen das Leid dieser Welt in allen Facetten dar. Im Volksmund sagen wir, jemand sei ‚von Leid entkräftet‘. Wir glauben, unserer Gesellschaft eine ähnliche Diagnose ausstellen zu können. Was sich an Schrecklichem und Leidvollem unter uns abspielt und sich nicht nur in unzähligen Filmen reproduziert, beginnt, alles zu überschatten, und es fehlen uns die Kraft und die Utopien, an diesen Umständen etwas zu ändern.

Der Berg des Leidens wächst. Der Impuls zu einem wirklich anderen Blick auf den Menschen steht nicht im Raum.

Das gilt auch für gerade diejenigen Filmemacher, die wir aufgrund ihrer eindrucksvollen filmischen Form schätzen und verehren, wie etwa Ingmar Bergmann, Andrej Tarkowskij oder in jüngerer Zeit Béla Tarr; die von ihnen gefundene Bildsprache und die befreite entfesselte Kamera sind von apokalyptischer Melancholie geprägt und zeigen fast ausschließlich verzweifelte Menschen.

Im antiken Griechenland, in Teilen der Kultur des Mittelalters und besonders in der italienischen Renaissance finden sich noch Spuren einer grundsätzlich anderen Kunstauffassung, in welcher die Künstler ihren Zeitgenossen ‚vor-bildeten‘, was diese zu werden fähig wären:

‚Genährt vom Kulturwillen ihrer Zeit, stellten alle diese grossen Schaffenden das Ideal solchen Kulturwillens sichtbarlich und in höchster Vollendung in ihren Werken dar. Sie zeigten nicht, wie ihre Zeitgenossen wirklich waren, – denn wahrlich gab es zu ihrer Zeit auch des Niedrigen und Gemeinen gerade genug, – sondern wie sich ihre Zeitgenossen gesehen wissen wollten, durchdrungen von dem starken Willen zur steten Erhöhung ihrer eigenwüchsigen Kultur! Nicht ihr Fehlwertiges, nicht das, was erkannt war als ein zu Überwindendes, stellten sie dar, – sondern das Göttliche, dessen Spuren sie auch unter tierischer Hülle zu gewahren wussten. Ihre Werke sprachen mit lauter Stimme: ‚Seht, das ist die Welt, die unsere Besten ahnen!’So wirkte ihr Werk auf die Seelen gleichsam als ‚Vor-Bild‘ dessen, was der Mensch aus sich machen könne, was er zu werden vermöge. So holte ihr Werk in den Seelen Kräfte aus der Tiefe, die ohne solchen Erweckungsruf niemals schaffend und zeugend ins Leben eingewirkt hätten, und die Mächtigen der äußeren Gewalt wussten sehr wohl, was sie den grossen Bildnern ihrer Zeit zu danken hatten.‘

Als „Künstler“ wurden in dieser Epoche die wenigen bezeichnet, die in der Lage waren, mit künstlerischen Mitteln geistige Werte dazustellen, welche den Menschen seelisch erhoben und seinem Geist Nahrung boten. An diesem Punkt möchte die Organisation zur Umwandlung des Kinos* anknüpfen und in der Gegenwart neue Formen des filmischen Ausdrucks finden. Film ist das Medium mit der grössten Verbreitung und dem höchsten Wirkungsgrad. Gleichzeitig ist die Filmkunst wie kein anderes künstlerisches Medium fähig, Geistiges sichtbar und erfahrbar zu machen. Das Kino hätte das große Potential, ein Ort zu sein, an welchem dem Heiligen wieder Raum gegeben werden könnte, im Sinne einer Wiederbelebung unserer inneren seelischen Welten.“

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* „Organisation zur Umwandlung des Kinos“ ist der Name von Hans Weingartens Filmproduktion

Geteiltes Leid

„Und er fühlte sich nicht imstande, Verbesserungen vorzunehmen, eine Mauer erhob sich augenblicklich, ein unüberschreitbares Hindernis, über das hinauszugehen ihm versagt war. Wenn er sich das Stück zwanzigmal wieder vornahm, er machte es nur noch zwanzigmal schlimmer … Ach, diese Anstrengung des Schaffens beim Kunstwerk …“
– Émile Zola, L’oevre.