Die amerikanische Methode

Peter Rommel, einer der ernst zu nehmenden deutschen Produzenten, lässt uns wissen, dass er in der „amerikanischen Methode“ der Filmherstellung das Heil sieht, einer Verfahrensweise, die darin bestehen soll, dass der Produzent der Leitstern ist, der nicht nur die merkantilen, sondern auch die inhaltlichen und ästhetischen Vorgaben macht, mithin bestimmt, „wie ein Film auszusehen hat“ (Rommel).

Das ist eine vorzügliche Idee, die von mir stammen könnte (ich hätte sie lediglich etwas anders formuliert, oder wie siehst du das, Peter?). Allerdings reicht der bloße Wille dazu nicht aus; denn die Idee setzt eins unabdingbar voraus: man muss in der Lage sein können, Stoffe zu entwickeln auf dem höchst möglichen erzählerischen Niveau. Dann, erst dann, kann sie anbrechen, die neue Zeit. So lange dies aber nicht der Fall ist, bleibt „die amerikanische Methode“ nur eine Worthülse, ein zahnloser Tiger.

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