Ein Gedanke zu “Rollende Köpfe

  1. Verstandesmässige Garnknäuel vor sich her rollende Fernsehüblichkeiten stranden an ermatteten Sehgewohnheiten. Ihre zählrahmenpsychologische Dramaturgie ist viel zu vorhersehbar (gähn), um im Zuschauer poetologisch erhöhte Zustände induzieren zu können. Bereits Ibsen hat seinen Helden Peer Gynt im 5. Akt seines grossartigen Bühnenwerks in kongenial übersetztem Deutsch (Christian Morgenstern) ermahnt:
    «Wir sind Gedanken. Hast du gedacht uns, tanzen auf schlanken Füßen gemacht uns? …
    Wir hätten wie Vögel ins Blaue, – statt hier zu rollen, als Garnknäuel, graue.»
    Man kann sich das Köpferollen sparen. Sie rollen ohnehin schon, und poetologische Leichtigkeit bleibt topdown nicht herstellbar. Nur inside visionierbar.

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