Revolution des Erzählens

Liebe Freunde von Spannung und Bedeutungstiefe,

revolutionär und grandios war´s in der Meisterklasse bei Wolfgang! Der erste Pflasterstein auf der Straße zum Werk ist gelegt.

Hier eine Definition von „Werk“ aus Heinz Maximilian Biederer´s  „Logosophie“:

„Das Leben ist unser aller Werk und unser aller Lohn zugleich. Denn, was auch immer wir tun oder zu tun unterlassen, es zeigt Wirkung und hat Folgen. Wenn die Welt also nicht so ist, wie wir denken, dass sie sein sollte, könnte dies auch an uns liegen. Unsichtbare Wesen sind beispielsweise nur an ihren Werken zu erkennen.“

Gutes „Journallien“ wünscht euch K. aus B.

3 Gedanken zu “Revolution des Erzählens

  1. Wer auch immer Heinz Maximilian Biederer ist, so hat er mit seinen logosophischen Aussagen sicher dort Recht, wo er Recht hat. Einer meiner Lehrer bestätigte: „Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenschlagen, und es klingt hohl, muss es nicht immer am Buch liegen.“ – Über den letzten Satz lehrt der magische Idealismus in erweiterter Form, dass unsichtbare Wesen von Wesen zu Wesen (wenn menschliche Selbsterkenntnis zu sich als zu einem solchen unsichtbaren Wesen vorgedrungen ist), dann im weiteren in ihren Offenbarungen innerhalb der Seelenwelt, dann im Mitvollzug ihres Wirkens und zuletzt in der Enträtselung ihrer Werke erkannt werden können. – Darüber genauer dann später.

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  2. „Es gibt gewisse Dichtungen in uns, die einen ganz andern Charakter als die übrigen zu haben scheinen, denn sie sind vom Gefühle der Notwendigkeit begleitet, und doch ist schlechterdings kein äußrer Grund zu ihnen vorhanden. Es dünkt dem Menschen, als sei er in einem Gespräch begriffen, und irgendein unbekanntes, geistiges Wesen veranlasse ihn auf eine wunderbare Weise zur Entwicklung der evidentesten Gedanken. Dieses Wesen muß ein höheres Wesen sein, weil es sich mit ihm auf eine Art in Beziehung setzt, die keinem an Erscheinungen gebundenen Wesen möglich ist. Es muß ein homogenes Wesen sein, weil es ihn wie ein geistiges Wesen behandelt und ihn nur zur seltensten Selbsttätigkeit auffordert. Dieses Ich höherer Art verhält sich zum Menschen wie der Mensch zur Natur oder der Weise zum Kinde. Der Mensch sehnt sich ihm gleich zu werden, wie er das Nicht-Ich sich gleichzumachen sucht.
    Dartun läßt sich dieses Faktum nicht. Jeder muß es selbst erfahren. Es ist ein Faktum höherer Art, das nur der höhere Mensch antreffen wird. Die Menschen sollen aber streben, es in sich zu veranlassen.“ Novalis

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    • Schöner lässt es sich nicht beschreiben, als es Novalis getan hat. Und das Beste dabei ist, dass es nicht nur schön ist, sondern auch einer wirklichkeitsgemässen inneren Beobachtung entspricht. Sie ist wohl kaum voraussetzungslos zu verstehen. Denn zunächst widerspricht es allem, wovon der Zeitgenosse ausgeht, dass „die seltenste Selbsttätigkeit“ zur Erfahrung „evidenster Gedanken auffordere“, die deshalb evident sind, weil sie als Gesprächsmitteilungen eines „unbekannten, geistigen Wesens“ erfahren werden. – Das bürgerliche Bewusstsein stellt sich vor, dass Aktivität notgedrungen zur Subjektivität, und höchstens zur „schönen Einbildung“ führen könne. Und diese kann weder wirklich noch wahr sein. Diese Vorstellung gilt es, in der eigenen Erfahrung zu entkräften, jene „seltenste Selbsttätigkeit“ zu verstehen und erüben.

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