5 Gedanken zu “Interview WOP Berliner Zeitung 08. Mai 2014

  1. „Anteilnahme in einem Zustand der Weltentrücktheit und Selbstvergessenheit.“ Du alter Romantiker! Das klappt doch nicht.

    • mit genuss und gewinn – jedenfalls was die seminare betrifft. die weiterführung einer kunstphilosophie á la wagner halte ich aber dennoch in einer zeitgemässen poetologie für zumindest problematisch. erstaunen machen durch verzauberung als film oder sonstiges erzählwerk – gern mit der jähen etablierung einer kunstwelt als anschauungswelt – strapaziert erzählerisch gegenseitige selbstvergewisserung anstatt der postulierten selbstvergessenheit. alles gute erzählen verlangt – meiner meinung nach – bewusstheit für krisenhaftes erzählen; weil erzählmuster im erzählten fall versagen wollen und ein ’neues‘ erzählen verlangen und also auch neues ’schauen‘. das meint nicht als ‚experimentell‘ oder ’stilistisch‘ verbrämtes authentizitätsgehubere, sondern wissentliche und wollende, furchtlose, lustbetonte auseinandersetzung. sonst bleibts wieder nur bei der ‚welt als kopie‘, der kopie, der kopie in einer wohlig entrückten „ferne so nah sie ist“.

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