Glück

Zwei junge Filmemacher, mit Talent gesegnet, mit Phantasie, mit Frechheit und mit Energie ausgestattet, haben unter schwierigen Umständen und unter grossen Opfern ihren ersten langen Dokumentarfilm auf die Beine gestellt. Der Film ist geschnitten und jetzt sind sie unglücklich: das Ergebnis ist nicht so, wie sie es sich gewünscht hatten. Sie haben keine Idee mehr, was sie noch tun können. Was bleibt? Sie holen sich Rat. Ich schaue mir den Film an. Wir sprechen. Das Unglück verwandelt sich in eine neue Vision. So ist der Gang der Dinge. Es geht voran.

Verwandlung der Welt

Die epische Ansicht der Welt ist die gewöhnliche, es ist aber nicht die des Geschichtenerzählers im poetologischen Sinn. Der Geschichtenerzähler ist nicht Epiker, sondern Dramatiker. Er beschreibt die Welt nicht, er ahmt sie auch nicht nach, sondern er verwandelt die gleichgültige Welt mithilfe der Formensprache zu einem Gebilde höherer Bedeutung. Der Epiker ist Schrift-Steller, der Dramatiker ist Künstler.