Der grosse Gatsby

Das erste, was bei diesem Film im wahrsten Wortsinn ins Auge springt, sind natürlich die grandiosen Choreographien, das Markenzeichen des Bühnenmagiers Baz Luhrmann. Wer opernhafte Opulenz mag, der wird den Film allein schon deshalb fabelhaft finden. Dabei verselbständigt sich die inszenatorische Phantasie nie, sondern stellt sich in jedem Augenblick in den Dienst der Geschichte. Zusammen mit Co-Autor Craig Pearce ist es Luhrmann gelungen, F. Scott Fitzgeralds literarische Jahrhundertparabel vom durch Gier nach Geld und Macht zerstörten amerikanischen Traum für den filmischen Zweck konzentriert zu transskribieren und auf unaufdringliche, aber eindringliche Weise erfahrbar zu machen. Indes stellt sich der Filn nie aus, er buhlt in keinem Moment um Bewunderung; dadurch wird er für uns vor allem eins: bewunderungswürdig.

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